Glaserei Hopf
Glaserei Hopf, die vermutlich zu dieser Zeit schon das Schankrecht besessen hatte
siehe http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p62af560c9f531c98/
In der Herzog–Georg–Straße 40, hinter dem Gasthaus „Zum Guten Tropfen“,befand sich die Glaserei Hopf.
Vermutlich wurde sie von
Glasermeister Johann Moritz Hopf (*25.07.1835 in Bad Liebenstein, + 28.02.1901 in Bad Liebenstein) im direkt an der Hauptstraße gelegenen Gebäude gegründet.
Seine Frau war Anna Katharina Heller (* 26.02.1835 in Bad Liebenstein, + 02.01.1903 in Bad Liebenstein).
Ihr Sohn Eduard Hopf (* 11.05.1867 in Bad Liebenstein, + 11.02.1920 in Bad Liebenstein) führte das Geschäft mit seiner Ehefrau Anna Marie Wilhelmine geb. Fischer (* 09.04.1869 in Bad Liebenstein, + 03.12.1951 in Bad Liebenstein) nach dem Tod seines Vaters weiter.
Ihr Sohn Ernst Hopf (*23.05.1900 in Bad Liebenstein, + 21.02.1975 in Bad Liebenstein) setzte die Tradition bis zu seinem Tode fort.
Danach führte noch ein paar Jahre seine Schwester Anna Hopf (* 11.06.1898 in Bad Liebenstein, + 11.07.1985 in Bad Liebenstein) das Geschäft.
Anfang der 80er Jahre wurde die Firma geschlossen und um 2005 abgerissen.
Heute befindet sich auf dem Gelände ein Parkplatz.
Obige Aufnahme stammt von 1938. Ganz rechts Glaser Hermann Hopf, ( Bruder von Ernst Hopf ), zweiter von links Glasermeister Louis Reum,
der Vater von Theo Reum.
Aus den umfangreichen Sammlungen und Recherchen von Theo Reum erfahren wir:
Gefertigt worden waren gerade, zur Zeit passend, Kasernenfenster.
Louis Reum hatte nach seiner Lehre und der Gesellenprüfung (siehe unten und http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/pb5ce7b396dc8fe31/ ) bis 1939 in der Liebensteiner Glaserei Hopf gearbeitet. Danach ging er nach Aschaffenburg und
wurde später zum Wehrdienst eingezogen und in den Zweiten Weltkrieg geschickt. Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft war er zunächst als Holzfäller zur Abholzung des
Marienthaler Wäldchens eingesetzt (daher wahrscheinlich der Name Hölzchen), ehe er danach in Barchfeld bei den Firmen Schirmer und Stielmöbel sein Geld verdiente.
Louis Reum (* 05.09.1913 Meimers, + 08.07.1979 Meimers) stammte aus einem Haus am Bornrain in Meimers. Sein Vater Johann Georg Hugo Reum war Fabrikarbeiter ( *
25.09.1885 Meimers, + 31.08.1916 vermisst Somme, Frankreich), dessen Vater Friedrich August Reum (* 25.06.1851 Meimers, + 11.06.1931 Meimers) gleichfalls als Fabrikarbeiter sein Auskommen gehabt
hatte.
Handschriftlich war noch vermerkt: Louis muss pünktlicher werden !
Die Zensuren wurden immer zu Michaelis (29.September) und Ostern des Jahres vergeben !